Hanna

Ich traf Manfred 1984. Damals habe ich ihn als einen lieben, aber unselbständigen und unsicheren jungen Mann kennengelernt, der oft auch ein wenig traurig wirkte. Mit der Zeit wurden wir Freunde und ich erfuhr die Gründe für Manfreds Erscheinungsbild. Ich habe mir oft Sorgen um ihn gemacht, da ich befürchtete, dass die Lasten aus seiner Kindheit und die daraus resultierenden Zukunftsängste ihn für immer niederdrücken könnten. Aber so kam es nicht. Manfred suchte sich professionelle Hilfe und fand sie auch. Er wandelte Stück für Stück seine Ängste und seinen Schmerz in eine gesunde und berechtigte Wut und begann zu kämpfen.  Manfred veränderte sich mit der Zeit, er wurde selbstsicher und fröhlich und man bekam den Eindruck, dass ihm das Leben endlich Spaß macht. Er suchte sich immer wieder neue Wege in eine Zukunft, wo auch er seinen verdienten Platz hat, und vor allem gab er nie wirklich auf, gegen seine persönlichen Geister zu bestehen. Heute ist Manfred ein lieber, selbstsicherer und meist ausgeglichener nicht mehr so junger Mann und ich bin stolz auf ihn. Manfred, du hast oft zu mir gesagt: „Jetzt brauche ich nur noch ein bisschen Glück!“ Ich glaube, das Glück hat dich endlich gefunden, behandle es behutsam und halte es fest.
Ich hoffe, Manfred konnte sich durch das Schreiben dieses Buchs ein wenig von seiner schweren Vergangenheit befreien und dadurch einen klareren Blick in die Zukunft tun.